| Managed Care Sicherer – besser - günstiger - Freisinn FDP, 04.5.2012 |
|
|
|
|
Am 17. Juni 2012 stimmen wir über die Managed Care ab. Bundesrat, Parlament sowie eine breite Allianz von Gesundheitspolitiken aller Parteien, Hausärzten, Apothekern, Konsumenten- und Patientenvertretern unterstützen das Reformprojekt in der Gesundheitspolitik. Managed Care führt zu einer qualitativ hochstehenden und bedarfsgerechten medizinischen Grundversorgung zu tragbaren Kosten. Von Nationalrat Dr. med. Ignazio Cassis Mit der KVG-Revision (Managed Care) sollen unübersehbare Mängel der medizinischen Versorgung behoben werden, allen voran die ungenügende Koordination in der Patientenbetreuung, die angesichts der medizinischen Entwicklungen und Möglichkeiten eine grossen Herausforderung ist. Hauptziel der Revision ist die Förderung der Integrierten Versorgung: Ein Arzt, in der Regel der Hausarzt, koordiniert die Betreuung des Patienten aus einer Hand und sorgt dafür, dass sich die betreuenden Fachpersonen untereinander abstimmen.
Der Patient im Mittelpunkt Managed Care stellt das Wohl des Patienten in den Vordergrund. Durch die verbindliche Zusammenarbeit der Leistungserbringer (Hausarzt, Spezialist, Spital, Physiotherapie, Spitex etc.) steigt die Qualität der Versorgung. Zudem erhöht sich die Sicherheit der Behandlung für die Patienten, weil gefährliche Komplikationen und Missverständnisse vermieden werden. Managed Care garantiert den Zugang zur bestmöglichen Behandlung sowie zum medizinischen Fortschritt. Die Integrierte Versorgung führt erwiesenermassen zu besserer Betreuung, namentlich bei chronisch Kranken. Zudem werden durch die vernetzte medizinische Versorgung unnötige Behandlungen verhindert, was das Prämienwachstum dämpft.
Erfolgsmodell Managed Care gibt es in der Schweiz seit 20 Jahren bewährt du erfolgreich. Rund 1,3 Mio aller Versicherten sind heute schon ein einen der ca. 100 Netzten der Schweiz versichert, ebenso haben sich mehr als die Hälfte aller Hausärzte den System angeschlossen. Im Prinzip will die Revision eine Anpassung des Gesetzes an die Realität: Die Integrierte Versorgung wird von der Wahlmöglichkeit zum Standard. Umgekehrt wird der bisherige Standard mit gänzlich freier Arztwahl zur Wahlmöglichkeit. Um Managed Care zu fördern, sinkt der maximale Selbstbehalt von CHF 700 auf 500 pro Jahr. Wer bei der gänzlich freien Arztwahl bleiben möchte, zahlt künftig einen leicht höheren Selbstbehalt von 15% (max. CHF 300.- pro Jahr mehr).
Liberale Reform Die Vorlage „Managed Care“ ist ein zentrales Projekt des ehemaligen Innenministers und aktuellen Aussenministers Didier Burkhalter. Auch die FDP-Liberale Fraktion hat sich einstimmig hinter die Vorlage gestellt. Im aktuellen Umfeld ist die Managed Care-Vorlage der einzig richtige Weg. Die Vorlage führt zu einer qualitativ hochstehenden und bedarfsgerechten medizinischen Grundversorgung zu tragbaren Kosten. Scheitert die Vorlage, wird der Forderung nach einer Einheitskrankenkasse Tür und Tor geöffnet. Damit drohen Verstaatlichung und Planwirtschaft in der am stärksten wachsenden Branche. Als Folge würde das Gesundheitswesen noch teurer und immer mehr über Steuern und progressiv gestaltete Gesundheitsabgaben finanziert. Vor diesem Hintergrund ist Managed Care Vorlage auch ein Richtungsentscheid für oder gegen mehr Planwirtschaft in der Medizin.
Was ist Managed Care? Managed Care (und Integrierte Versorgung) ist: › für den Versicherten, wenn ich mich für einen Versicherungsmodell entscheide, bei dem ich immer dieselbe Erstanlaufstelle habe. Meist ist das mein Hausarzt, dem ich vertraue und der mich kennt. › für den Patienten, wenn ich mich mein Hausarzt über alle Behandlungsschritte hinweg begleitet und meine Behandlung koordiniert (Spezialist, Spital, Physiotherapie, Spitex, etc.). Dadurch profitiere ich von einer besseren und sichereren medizinischen Versorgung und werde – weil Doppelspurigkeiten wegfallen – dafür mit einem tieferen Selbstbehalt belohnt. › für den Arzt, wenn er mit Kollegen und anderen Fachpersonen in einem Netz zusammengeschlossen ist und die Betreuung seiner Patienten mit allen Beteiligten abstimmt. Zahlen: Die Hälfte der Grundversorger und über 400 Spezialärzte sind heute den Ärztenetzen angeschlossen. Sie betreuen rund 1,3 Millionen Versicherte.
|




