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Ein Cantautore für den Bundesrat

TEXT Jessica Pfister FOTO Bernard van Dierendonck

19 Mai 2017

Zu Hause trifft IGNAZIO CASSIS als Sänger den Ton. In Bern gibt er als FDP-Fraktionschef den Takt an. Das Tessin preist ihn schon als nächsten Bundesrat.

Ein Lied, wie für Ignazio Cassis geschrieben: «Che sarà, che sarà del­la mia vita chi lo sa?» – Was wird sein, was wird geschehen in meinem Leben, singt der Tessiner FDP-Nationalrat, 56, mit tiefer Stimme und voller In­brunst in seiner Bibliothek. Er be­gleitet sich selbst auf der Gitarre. Und das mit nur neun Fingern! Als Zwölfjähriger springt er über einen Zaun mit eisernen Zacken – und bleibt mit dem kleinen Finger der rechten Hand hängen. «Ich war ein Lausbub, konnte nie still sitzen. Heute würde man mir Ritalin geben!» Umtriebig ist Cassis auch heute. Seit 2015 ist er Chef der FDP-Fraktion im Bundeshaus. Er präsidiert die wichtige Gesund­heitskommission, den Kranken­kassenverband Curafutura und den Heimverband Curaviva. 70- bis 80-Stunden-Wochen sind für den ehemaligen Tessiner Kan­tonsarzt keine Ausnahme. «Ich mache es ja gern. Die fünf Zigaretten pro Tag sind gesundheit­lich wohl ein grösseres Laster!», sagt er und singt weiter. «Paese mio che stai sulla colli­na» – Mein Dorf da oben auf dem Hügel. Cassis lebt zusammen mit seiner Frau Paola, 54, in einem Haus in den Hügeln von Montagnola bei Lugano. Unter der Wo­che wohnt er in einer Wohnung in Bern. «Die Tessiner beklagen sich bei mir: ‹Ignazio, man sieht dich hier nicht mehr am Stammtisch!› Und ich entgegne: ‹Ihr habt mich doch nach Bern geschickt!›» (…)

https://reader.ringier.ch/schweizerillustrierte/20170519/26

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