In Kürze

Das Jahr 1961 ist ein geschichtsträchtiges Jahr:
– der erste Mensch flog in den Weltraum,
– es ist Baubeginn der Berliner Mauer,
– es ist das Geburtsjahr von Prominenten wie Prinzessin Diana, Barack Obama oder George Clooney…

…und im Malcantone/TI – im Krankenhaus von Castelrotto – hat meine Mutter Mariarosa mich als drittes Kind zur Welt gebracht.
Nach den beiden Schwestern war endlich ein Sohn geboren – das war damals noch sehr wichtig. Angeblich sei unser Vater Gino vor Freude hupend durch die Strassen von Sessa gefahren. Später folgte noch einmal eine Schwester. Mit all diesen Frauen zu Hause ist es nicht verwunderlich, dass ich das „Schätzeli“ der Familie war.

Trotz den vielen Frauen zu Hause in meiner Jugend ist es mir gelungen eine weitere Frau ins Zentrum meines Lebens zu „gewinnen“: Das ist meine Gattin Paola, mit der ich seit Jahren die guten und weniger guten Momente des Lebens teile. Mit ihr lebe ich, leider ohne Kinder, in Montagnola, wo der Literaturnobelpreisträher Hermann Hess Siddharta schrieb.

Ein besonderes äusseres Merkmal von mir ist, dass ich nur neun Finger habe. Den rechten kleinen Finger verlor ich als Kind, als ich unglücklich über ein Geländer in unserem Haus in Sessa sprang. Beim „high five!“ abklatschen ist das ein Problem, ansonsten bemerkt man es aber kaum.

Was ich mag: Bewegung, Neugier, sonnige Tage, 33-er Schallplatten, Wasserspiele, Gelati, Gitarre spielen, Supertramp, Enzo Jannacci, initiative Gesinnung…

Was ich nicht mag: Stechmücken, Gejammer, Rhizinusöl, Spiessbürger, Angeber, Ausnützer des Sozialhilfesystems….
Ich glaube an die individuelle Verantwortung, denn ohne sie gibt es keine Freiheit.

Zur Politik bin ich erst spät und als Außenseiter gekommen. Vor 40 Jahren war mir diese Welt noch fremd. Meine Welt war jene der Medizin, geprägt von Erfahrungen mit Leben und Tod, Hoffen und Bangen und Erleben von (wenigen) Wundern.
Heute jedoch kann ich die politische Tätigkeit kaum mehr lassen. Politik bedeutet mir sehr viel.