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«Bestrafung ist der falsche Weg»

Nachgefragt

Mit Ignazio Cassis sprach Iwan Städler – Tages-Anzeier 13.7.2017

Sie sind Präventivmediziner, rauchen aber. Hat die Sucht über die Vernunft gesiegt?
Das ist die Widersprüchlichkeit jedes Menschen zwischen Herz und Hirn.

Kiffen Sie auch?
Nein.

Haben Sie je?
Ja.

Intensiv?
Nein, einfach probiert und keine Differenz zur Zigarette gespürt.

Haben Sie andere Erfahrungen mit Drogen?
Nein.

Sie haben 2008 für die Hanfinitiative geworben. Warum wollen Sie den Marihuanakonsum liberalisieren?
Weil die Bestrafung der Sucht der falsche Weg ist. Es bringt mehr, wenn der Staat die Substanzen reguliert – nicht nur Hanf, auch Kokain, Heroin und andere harte Drogen. Davon bin ich seit 15 Jahren überzeugt. Jetzt geht die ganze Welt in diese Richtung.

Dann sind Sie also für die Legalisierungs-Initiative, für die demnächst Unterschriften gesammelt werden soll?
Ja.

Der Bundesrat ist in Drogenfragen seit einigen Jahren sehr zurückhaltend. Würde mit Ihnen neue Dynamik ins Thema kommen?
Ich bin ein Gesellschaftsliberaler, der in diese Richtung gehen würde, richtig.

Ist Ihre Position in der FDP mehrheitsfähig?
Das ist schwer zu sagen: Es sind diesbezüglich in der neuen Legislatur keine Entscheide gefallen.

Ignazio Cassis
Der 56-jährige Arzt ist FDP-Fraktionschef, Präsident mehrerer Organisationen und Favorit unter den Bundesratskandidaten.

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